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Fachhochschule Düsseldorf
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Fachbereich Design
 
 
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25. November 2009

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Der Fotograf Olaf Unverzart ist im Rahmen des Jour Fixe am 01. Dezember um 18 Uhr im Café Freiraum zu Gast

Wer ist denn nun Fotograf, wer Künstler und was hat die Kunst und das Bild damit zu tun? Ab wann lässt man sich vereinnahmen oder bleibt man lieber ein Leben lang seinen eigenen Bilderkisten treu. Olaf Unverzart spricht über seine Inspirations- und Irritationsquellen, zeigt anhand eigener Arbeiten den Spagat zwischen redaktioneller Fotografie, freier Kunst und der Lehre. Olaf Unverzart studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er arbeitet seit 1997 für Magazine, stellt seit 1998 aus, lehrte Fotografie an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und arbeitet hauptsächlich an freien Projekten. Unverzart liebt den Radsport, die Berge und das gute Fotobuch.

Sein neustes Buch "Leichtes Gepäck" wurde gerade mit dem Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet. Was Olaf Unverzart mit seiner Arbeit im Schilde führt, das fasst er selbst folgendermaßen zusammen: "So eine Art Porträts, Reportagen, leere Landschaften und permanente visuelle Biografie." Klingt ein bißchen durcheinander. Und das ist es auch - die Genres mixt er ebenso wie die Kontinente, aufdenen seine Bilder entstehen, und das sind mehr oder wenige alle, von Feuerland bis Fernost bereist Olaf Unverzart die Welt, und ob er dabei eher Künstler oder Reporter oder Landschaftsfotograf oder irgendetwas anderes ist, darüber können sich die den Kopf zerbrechen, die ohne geistige Schubladen nicht auskommen. Alle anderen haben das Vergnügen, einem Reise- und Fotofreak dabei zuzuschauen, wie er sein höchst persönliches Welt-Bild zusammencollagiert, in dem patagonische Gletscher mit äthiopischen Särgen kollidieren und schwedische Fischer auf Istanbuler Waffenhändler und ceylonesische Zwillingsschwestern treffen. Das "Leichte Gepäck" hat er in 27 Ländern zusammengetragen. Das Buch ist erstklassig gestaltet. Passend zum Puzzle, das die Fotografie auslegt, zieht auch das Design von Andreas Töpfer so ziemlich alle Register, die man sich vorstellen kann: Material, Farbe, Oberfläche, Grammatur der Pappen und Papiere variieren, ebenso wie Bildgrößen, -anschnitte und -farben. Kein anderes unter den hunderten Titeln, die in den Wettbewerb gestartet sind, wagt es, eine solche Bandbreite an gestalterischen Mitteln einzusetzen. Und, das Design schafft, was die Fotografie vormacht: Einen wilden Mix nicht zu nervigem Durcheinander verkommen zu lassen, sondern daraus eine stimmige, knallvitale Mischung zu machen. Olaf Unverzart: "Dieses Buch ist meiner Großmutter gewidmet. Sie ist 93 Jahre alt. Sie hatte nie einen Führerschein und ist noch nie im Leben geflogen."

Noch mehr über Olaf Unverzart erfahrt ihr beim Jour Fixe am 01.12.09 um 18 h im Café Freiraum.





FH Düsseldorf
30.10.2014 - 10:40

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